Das Schneeballsystem von Meik Frankenhauser (Marketing Terminal GmbH) lässt Anlegerschutz-Anwälte die Hände reiben und Presseleute die Finger wund schreiben

Die Presse und Anlegerschutz-Anwälte auf der Suche nach Geschädigten von Meik Frankenhauser

Seit der regionalen Pressemitteilung der Polizei Schwaben, die vor über einer Woche über ein kollabiertes Schneeballsystem berichtete, ohne Namen der Firma und auch der verhafteten Person zu nennen, ist nach und nach in den letzten Tagen das Interesse an dieser Schneeballsystem Story „Made in Germany“ stark gestiegen. Zuerst nannten wir von Cafe4eck Ross und Reiter, denn die Informationen aus dem Presseartikel der Polizei reichten aus, um 1 und 1 zusammenzuzählen. Siehe Artikel:

Freitag, 10. Oktober 2014 

Meik Frankenhauser – Chef von Marketing Terminal – in U-Haft ! Das bittere Ende eines Schneeballsystems „Made in Germany“

Mittlerweile haben dann die Süddeutsche Zeitung und der Finanznachrichtendienst GoMoPa nachgezogen und die Story um das Betrugssystem Marketing Terminal aufgegriffen. Während in dem Artikel der Süddeutschen Zeitung eine Geschädigte zu Wort kam um aus ihrer Sicht zu beschreiben, wie man auf so eine Betrugsmasche überhaupt reinfallen konnte, hat GoMoPa die Vergangenheit von Meik Frankenhauser beleuchtet und detailliert die Entstehung von Marketing Terminal beschrieben, sowie das Geschäftsmodell ansich.

Nun findet man schon die ersten Anlegerschutz Anwälte, die seit vorgestern im Netz nach Geschädigten suchen, um ihre Interessen zu vertreten. Aktuell sind es Dr. Schulte und Partner, Dr. Stoll und Kollegen, so wie Dr. Klass, denn immerhin steht jetzt eine Insolvenz an und so hoffen natürlich viele Geschädigte, dass ein Teil der angeblichen 40 Millionen Euro, die Marketing Terminal GmbH eingenommen haben soll, noch von der Staatsanwaltschaft sichergestellt werden konnten. Die Staatsanwaltschaft verfügte ja Kontensperrungen und Beschlagnahmungen von Luxusgütern. Was da im Endeffekt an verwertbaren Finanzen und Gütern übrig bleibt wird man sehen. Noch gibt es da keine Hinweise, wie viel da nun an Werten sichergestellt wurde, denn dies wird wohl erst mit der Insolvenz bekannt werden.

Anwalt24.de akquiriert als erster mit folgenden Artikeln und Hinweisen Geschädigte und so ist auch hier einiges zu erfahren, wobei man noch vermutet, dass es ja wirklich echte Werbekunden gab und noch gibt, die Marketing Terminal für ihre angebotenen Werbekonzepte Gelder bezahlt haben.

Zitat:

Dazu Rechtsanwalt Dr. Klass, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus München: „Natürlich wird es ein Insolvenzverfahren geben, da es offene Forderungen gegenüber einer eingetragenen Gesellschaft gibt. Ziel ist es die Gläubiger mit den vorhandenen Geld- und Kapitalwerten möglichst schadlos zu halten!“ Nicht uninteressant ist dabei für den Münchner Experten, dass auch laufende Einnahmen und zukünftige Einnahmen sowie „elektronische Werte“ wie Websites oder Programmierungen zur Insolvenzmasse zählen dürften. Klass: „Das System ist zwar undurchsichtig, aber wenn es Erträge aus Affiliate-Marketing gab, dann sollten diese auch weiterfließen, um den Schaden der Geldgeber zu verkleinern!“

http://www.anwalt24.de/beitraege-news/fachartikel/marketing-terminal-gmbh-moegliche-insolvenz-schon-seit-1-oktober-ein-thema

Wir von Cafe4eck sehen das etwas anders. War es doch von Anfang an ersichtlich, dass es niemals echte Werbekunden geben konnte, die solche Renditen von 100% für vier Monate bis zu 860% pro Jahr möglich machen könnten. Ich wiederhole es immer wieder gerne: Die eierlegende Wollmilchsau ist eine Fiktion aus dem Reich der Fabeln und Mythen. Obwohl viele Marketing Terminal Partner (Mittäter), die dafür gesorgt haben, dass genug zahlende Kundschaft mit in das System einstiegen, schon die Mär von der eierlegenden Wollmichsau zur Passion haben werden lassen. Denn die haben sich ja enorm bereichert und bei einer anfänglichen Einlage von z.B. 5.000 € nach vier Monaten 10.000 € bekamen. Als Beispiel sei mal dieser MT Jünger Arne Mahn mit seiner Webseite online-income.de herangezogen, der fast ausschließlich nur offensichtliche Schneeballprogramme bewirbt (MyAdvertisingPays, Frei-Tanken.com usw.):

Zitat Arne Mahn:

Für das letzte Paket, was ich gekauft habe, hab ich 5.000 Euro bezahlt. Nachdem die Laufzeit von 120 Tagen vorbei war – das war letzte Woche – hab ich 10.000 Euro überwiesen bekommen. Direkt auf mein Giro-Konto. Ohne Umwege.

 

Kontoauszug von Arne Mahn einem Marketing Terminal Nutznießer!

http://online-income.de/10-000-euro-marketing-terminal/

Wenn man sich die Informationen auf dieser Webseite genauer ansieht, dann ist für mich eines ganz klar, hier ist kein Networker am arbeiten, sondern ein Mittäter und diese Menschen sind mit Schuld daran, dass solche Schneeballsysteme überhaupt funktionieren können. Da gibt es aus unserer Sicht auch kein Wenn und Aber! Diese Menschen müssen auch endlich mal zur Verantwortung gezogen werden, denn sonst wird sich nie was ändern. Wie ich geschrieben habe, der Arne Mahn ist nur ein Beispiel von vielen, der sich mit Marketing Terminal bereichert hat, denn es gab ja auch anfänglich jede Menge an Kopfgeldern, die dann an solche willigen Helfer mit Vorliebe ausbezahlt wurden. Letzter Stand der MT Teilnehmer waren ja über 50 Tausend, wobei nur die fleißigsten richtig belohnt und bei Auszahlungen vorgezogen wurden. Denn es ist ja rechnerisch bei einem Schneeballsystem nur logisch, die, welche am meisten Umsatz/Einnahmen generieren, die honoriert man auch mit dem schnellen Geld. Nur so bekommt man dann auch eine positive Reputation, die von solchen fragwürdigen Vertriebsprofis im Internet überall platziert wird.

Rattenfänger Werbung!

 

Ende Juni wurde noch fleißig von Arne Mahn geworben!

Man kann wirklich nur hoffen, dass die vielen Nutznießer dieses Marketing Terminal Betrugssystems, nicht auch noch als Geschädigte betrachtet werden und man bei der Kripo Kempten unterscheiden wird, wer wirklich geschädigt wurde und wer Mittäter ist. Folgendes Zitat lässt da ein wenig Hoffnung aufkommen, dass die Justiz endlich mal ein Exempel statuieren wird:

Zitat:

Nach Lage der Dinge wird über die kriminelle Firma zunächst ein Insolvenzverfahren eröffnet. Forderungen müssen dann (entweder in Eigenregie oder über einen Anwalt) zu gegebener Zeit an den Insolvenzverwalter herangetragen, begründet und belegt werden. Alle Geschädigte, die mehr als 5.000 Euro investiert haben, werden außerdem von der Polizei angeschrieben und erhalten einen Anhörungsbogen. Diese Personen sollten die Fragen beantworten und den Anhörungsbogen sodann zurücksenden.

http://www.forum-anlegerschutz.de/warnungen/99-schneeballsystem

Spiegel TV ist auch interessiert, diese Story zu verarbeiten und so erreichte uns auch eine Presseanfrage, die wir beantwortet haben. Die hier schon mehrmals zitierte Quelle forum-anlegerschutz.de hat auch eine Meldung für Spiegel TV veröffentlicht, in der Geschädigte gesucht werden. Da wir auch jede Menge Leser und eine sehr gute Verbreitung durch Google und Co haben, zitiere ich diesen Aufruf:

Zitat:

Spiegel TV sucht Betroffene für Interviews

Es wird darauf hingewiesen, dass aktuell Spiegel TV Geschädigte sucht, die ihre Geschichte vor der Kamera erzählen möchten. Interessierte können sich an Herrn David Peuyn wenden (Tel: 040 30108-554, Mobil 0151 43890988)

.
http://www.forum-anlegerschutz.de/marketing-terminal-gmbh

Zu guter Letzt: Klar, es gibt jede Menge Gerüchte, dass angeblich kaum noch Gelder auf den Konten vorhanden seien und neben dem Teil der Gelder, den man an die obere Spitze der MT Pyramide ja auch ausbezahlt hatte, doch noch große Summen von Meik Frankenhauser beiseite geschafft wurden. Ein Gerücht, das wir auf Cafe4eck wegen Namensnennung und genauer Ortsangabe gelöscht haben, besagt, es solle ein vielfacher Millionen-Betrag in Weitnau vergraben worden sein! Na ja wir werden jedenfalls uns nicht an solchen Gerüchten beteiligen und raten nur jedem Mitwisser, sich an die Kripo Kempten zu wenden.

~ von cafe4eck - Oktober 18, 2014.

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