Crowdfunding verkommt zum Tummelplatz für Abzocker – Ein Negativ Beispiel ist Icommercials Media Ltd. von Peter Beermann mit directstartups.com

Mit Crowdfunding und Start Ups wird gnadenlos Abgezockt

Seit es Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) in verschiedensten Formen gibt, wo innovative Start-Up Firmen sich mit ihren Ideen vorstellen und der Internetgemeinde die Möglichkeit einer Beteiligung bieten, werden die Stimmen nach einer Aufsicht und Regulierung immer lauter. Denn auch Betrüger und gewiefte Abzocker haben längst diesen Markt für sich entdeckt und so ist es keine Seltenheit mehr, dass sich diese Art von Investmentbeteiligung auch zu einem Totalverlust der Anleger entwickeln kann. Die Nachrichten von schwarzen Schafen in dieser Branche werden daher immer häufiger.

Besonders wenn ein Start-Up Unternehmen mit Provisionen für Neumitglieder wirbt, sollte man sehr hellhörig werden, denn es ist in der Regel unüblich bei Crowdfunding Projekten Kopfgeldprämien auszuloben. Seriöse Start-Ups glänzen mit ihren innovativen Ideen oder Produkten, die finanziert werden sollen und nicht mit MLM typischen Provisions-Matrixen die Kopfgeldprämien ausloben. Nun haben wir als Beispiel directstartups.com herangezogen, weil uns hier schon negative Mails von Investoren erreicht haben, die vermuten lassen, dass es mit diesem Crowdfunding Projekt nicht ganz sauber zugeht. Die Firma selber nennt sich Icommercials Media Ltd. und ist in Birmingham – England registriert. Haftung einer Ltd. natürlich gleich null. Der Geschäftsführer ist laut Impressum der Webseite ein Peter Beermann aus D-33758 Schloss Holte-Stuckenbrok. Projekte haben sie laut Webseite einige aber noch keines wurde wirklich kommerziell umgesetzt. Seit 2012 ist Peter Beermann aktiv und sammelt Beträge ab 5 € ein, wobei es laut der Webseite schon über 12 Tausend Investoren gibt. Die Kopfgeldprämien sind 10% von der Investitionssumme der angeworbenen Investoren. Die Webseiten sind schon professionell aufgestellt; auch werden ständig Webinare angeboten. Die Projekte allerdings sind nicht wirklich neu und innovativ, denn Cloud Service, API Systeme und CMS Webseiten gibt es wie Sand am Meer im Netz und diese Produkte sind für ein Start Up nicht wirklich ein Garant für Erfolg. Dank der großen Global Player und etlichen kleinen IT Firmen, gibt es eigentlich keinen Mangel an solchen Dienstleistungen. Klar, es sieht gut aus und man kann es gut vermarkten, wenn man halt viel verspricht und mit 10% Kopfgeldprämien arbeitet. Wobei es auch mit den Auszahlungen der der Geldprämien hackt, anfänglich wurden innerhalb von drei bis vier Tagen die Prämien ausgezahlt, aktuell warten directstartups Investoren schon mal zwei bis drei Monaten.

Peter Beermann sammelt seit 2 Jahren mit seinem Startups Netzwerk Geld ein. Verdacht der Unterschlagung steht im Raum: directstartups.com –  hubunite.com – contactcreators.com

Kommen wir zu den uns zugetragenen Negativ-Auffälligkeiten von Icommercials Media Ltd.
Es gibt drei Webseiten die als Aushängeschild der Icommercials Media Ltd. fungieren:

1) http://www.directstartups.com
2) http://www.hubunite.com
3) http://www.contactcreators.com

Die unter 1) betriebene Seite / das Angebot ist von Herrn Peter Beermann, einem selbsternannten „Internet Guru“, der Freiheit und Wohlstand für ALLE in seinen wöchentlichen Webinaren predigt.

Unter 2) gleicher Betreiber (das Vertriebsprogramm für 1)

Unter 3) die ehemalige Adresse des Produkts, welches darauf wartet in 2) aufzugehen!

Insgesamt wurden bis heute schon über 30 Webinare abgehalten, die aber alle eher einer Gehirnwäsche gleichen als einer wirklich ernst gemeinten und nachvollziehbaren Crowdfunding Idee.

Der Anbieter operiert international und seine „angebliche“ Softwareproduktentwicklung sitzt in Los Angeles, USA. Das erste Crowdfunding Produkt namens „App Suite“ (ehemals contactcreators) sollte schon 2013 auf den Markt kommen, aber bis jetzt ist kein Stück Software geliefert worden. Hier ein Screen von der App Suite:

Beermann App Suite nur ein Fake, wie alles?

Dazu werden immer neue Projekte nachgeschoben, anstatt eines erst mal zu verwirklichen. Die hauptsächliche Informationspolitik seitens des Betreibers, wird über sog. Google plus Gruppen verbreitet. Diese geschlossenen Gruppen unterliegen der willkürlichen ZENSUR! Herr Beermann lässt weder in seinen Webinaren Fragen, die negativ klingen, zu, noch in den vorgenannten Gruppen-Posts werden dann einfach gelöscht. Herr Beermann löscht den Gruppenzugang und entfernt somit Kunden, die dann keinerlei aktuellen Informationsfluss mehr erhalten. Weder der Support antwortet auf Mails noch werden postalisch zugestellte Sendungen abgeholt (Einschreiben). Herr Beermann sammelt aber weiterhin Gelder ein und kündigt an, größer als Google zu werden (einer seiner Zielsetzungen) bis zum Jahr 2020. Ha ha ha !

Spätestens bei dieser Darstellung, die ich O-Ton mäßig aus den uns zugesandten Mails hier wiedergegeben habe, sollte schon ersichtlich sein, dass dieses Geschäftsgebaren von Beermann nicht das Übliche eines echten Start-Up Unternehmens ist. Es sieht alles wie eine Mogelpackung aus, die mit Peter Beermann an der Spitze nur einem kleinen Kreis die Taschen füllt. Hier muss eindringlich vor gewarnt werden, um nicht abgezockt zu werden. Daher sind auch wir von Cafe4eck der Meinung, dass dieser neue Markt „Crowdfunding“ schnellstens vom Gesetzgeber reguliert werden sollte. Denn Crowdfunding in dieser Form ist ein ganz klares Investment und sollte auch als solches behandelt werden. Es wird zwar wieder einige Zeit brauchen und auch die Zahl der geprellten Anleger wird noch steigen müssen bis es eine Gesetzliche Grundlage gibt, aber der folgende Artikel aus Österreich bringt es auf den Punkt:

Crowdfunding birgt gefahren für Anleger

In einigen Ländern rüttelt der Crowdfunding-Boom nun die Behörden wach.

Bern. Crowdfunding heißt das Zaubermittel, das in den letzten Jahren alles Mögliche wahr werden ließ: Musikalben, Sportlerkarrieren und immer häufiger auch Start-ups. In einigen Ländern rüttelt der Erfolg nun die Behörden wach. Mancherorts ist von Regulierung die Rede. Denn Crowdfunding birgt Gefahren für Anleger.
Dies zeigt das Beispiel der Betandsleep GmbH, einem Start-up, das über die deutsche Crowdfunding-Plattform Seedmatch finanziert wurde. Das Jungunternehmen bot Kunden die Möglichkeit, den Preis für eine Übernachtung in gewissen exklusiven Hotels selbst zu bestimmen. Dadurch sparten die Kunden, während die Hoteliers die Auslastung der Hotelzimmer verbessern konnten.
161 Personen ließen sich von diesem Konzept überzeugen und investierten insgesamt jene 100.000 Euro, welche das Start-up als erforderliche Untergrenze angegeben hatte. Vergangenen Sommer musste die Betandsleep GmbH den Geschäftsbetrieb einstellen. Es wurde keine Anschlussfinanzierung gefunden. Die 161 Investoren verloren das gesamte eingesetzte Kapital.

Riskante Investitionen
…………..

Weiterlesen auf Wirtschaftsblatt.at

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/newsletter/3836720/Crowdfunding-birgt-Gefahren-fur-Anleger?_vl_backlink=/home/index.do


Auch die BAFIN hat einen Fachartikel veröffentlicht, der die Anleger sensibilisieren soll um nicht auf unseriöse Crowdfunding Anbieter hereinzufallen:

Crowdfunding: Aufsichtsrechtliche Pflichten und Verantwortung des Anlegers

http://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2014/fa_bj_1406_crowdfunding.html

Fazit: Crowdfunding sollte kein Risiko Invest sein, aber die Unseriösen der Branche machen es zu einem und daher muss es umgehend auf europäischer Ebene reguliert werden. Denn unreguliert wird Crowdfunding bald nur noch ein Tummelplatz für Abzocker sein und das würde jedem ehrlichen Start-Up Unternehmen schaden. Man schaue sich nur den Forex Markt an. Der ist im Netz so verkommen und negativ belastet, dass man es immer schwerer hat, Seriöse von Unseriösen zu unterscheiden!

Es gibt auf Cafe4eck schon einige Warnungen vor fragwürdigen Crowdfunding Projekten, und es werden wohl immer mehr:

Evisioninvest (k)ein Geld verdienen kann ich auch hier

neomutual.com – Crowdfunding Investment – Admin T ( Michael Prautsch + Matthias Dennler ) 

UNIVERSSO Germany UG (haftungsbeschränkt) i.G. – Crowdfunding mit Lizenzbeteiligung – Manfred Mayer, Olaf Starke aus Bad Schwalbach

~ von cafe4eck - Juli 20, 2014.

3 Antworten to “Crowdfunding verkommt zum Tummelplatz für Abzocker – Ein Negativ Beispiel ist Icommercials Media Ltd. von Peter Beermann mit directstartups.com”

  1. Ich habe auch zum Glück 20.- Euro bezahlt die eines Tages aus meinem Back Office verschwunden waren !
    Auf eine Anfrage per Mail kam keine Reaktion

    Ich rate allen lasst die finger davon !

  2. Ich habe auch zum Glück nur 20.- Euro bezahlt (Nur) das habe ich vergesen

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