Goldrausch in Dubai mit EMGoldex oder doch nur Wüstensand, der verweht?

Wir hatten im November letzten Jahres schon mal über die Geschäfte von Michael Ryss und seine EMGOLDEX TRADE DMCC berichtet. Letztendlich kam da nicht viel bei raus, das ehrliche Substanz gehabt hatte, um dieses Goldanlage Geschäft als seriös einzustufen. Siehe Artikel:

emgoldex.com in Dubai, 100%-ige Tochter der Gold & Silver Physical Metal KG 

http://cafe4eck.blogspot.com/2013/11/httpemgoldexcom-in-dubai-100-ige.html

Nun hat der Finanznachrichtendienst GoMoPa einen Artikel veröffentlicht, der unsere Vermutungen bestätigt. Und aufgrund neuer und sehr detaillierter Recherchen, handelt es sich doch eher um ein weiteres Gold Schneeballsystem. Die Anzeichen, dass es bei EMGoldex mit rechten Dingen zu geht, sind mit diesen neuen Erkenntnissen wohl vom Winde verweht worden und übrig bleibt nur wieder mal die Angst der Anleger, jemals an ihr angespartes Gold zu kommen. Wer also Anleger bei EMGoldex ist, sollte sich den Artikel von GoMoPa zu Gemüte führen, denn ich kann der Fairnis halber nur den offen zugänglichen Teil des Artikels bringen. Mein Fazit aber steht fest: EMGoldex sieht aus wie Betrug, es riecht wie Betrug und wenn man es schmecken könnte, würde es auch nach Betrug schmecken!

EMGoldex Michael Ryss: Empfehlungsschinderei statt Gold? 

„Statt Gold könnten Sie auch eine Kaffeetasse nehmen, das ist nur vorgeschoben. Es geht darum, dass Sie 540 Euro einzahlen und zwanzig Leute finden, die auch 540 Euro einzahlen.

Dann hätten Sie die 540 Euro Investition wieder raus. Den Gegenwert in Gold sollen Sie sich aber nicht aushändigen lassen, sondern im Firmenlager einlagern lassen.

Angeblich habe man Gold und Raffinerien in Dubai. Das Ganze ist eine Mischung aus den mutmaßlichen Betrüger-Goldhändlern IQ Invest Luzern/ Georg Neuf und KB Gold/ Mike Koschine und dem Generalspiel mit Hotelübernachtungen von RICI aus den Seychellen, bei dem der Vertrieb gerade wegen unbezahlter Provisionen plattgegangen ist.“

So fasst ein Seminarbesucher und Profivertriebler das Geschäftsmodell des Deutschrussen Michael Ryss (36) aus München und dessen EMGoldex aus Dubai gegenüber dem Finanznachrichtendienst GoMoPa.net zusammen.

Eigenartigerweise führt die auf der Website angegebene Telefonnummer nicht nach Dubai, sondern nach Großbritannien: +441233280653.

In Deutschland hat Ryss für 250 Euro im Monat ein kleines Büro beim Virtual-Office- Anbieter Excellent Business Center in der vornehmen Maximilianstraße 13 in München angemietet. Die große Lobby mit drei Sekretärinnen für 180 Firmen, die den Dienst des Servicecenters auch nutzen, wird werbewirksam in einem EMGoldex-Video zur Geltung gebracht.

In dem Video behauptet Ryss, er habe schon 200.000 zufriedene Kunden am Markt. Da jeder 540 Euro einzahlen sollte, neuerdings ist auch von 700 Euro die Rede, müssten in den Firmenbilanzen die mindestens eingenommenen 108 Millionen Euro auftauchen, von denen man ja dann das Gold hätte kaufen müssen.

Tauchen die Einzahlungen nicht als Einnahmen in den Bilanzen auf, wurde das Geld schwarz gedreht, also nur als Provisionen an Kundenvermittler ausgeschüttet. Gibt es darüber hinaus keine Sachanlagen, wurde das Geld auch nicht in Gold investiert.

Eine Anfrage von GoMoPa.net beim Marktführer für internationale Firmen- und Wirtschaftsauskünfte LexisNexis nach der EMGoldex Trade DMCC in Dubai führte zu einem sehr ungewöhnlichen Ergebnis.

Normalerweise liefert LexisNexis zu jeder Firma seitenweise Daten auf. Doch bezüglich der EMGoldex konnte LexisNexis nichts finden.

Die Antwort auf die heutige Anfrage zu EMGoldex lautete: „Firmenprofile und News: Keine Dokumente gefunden.“  

Weiterlesen auf GoMoPa:

http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=1325&meldung=EMGoldex-Michael-Ryss-Empfehlungsschinderei-statt-Gold

~ von cafe4eck - Januar 27, 2014.

2 Antworten to “Goldrausch in Dubai mit EMGoldex oder doch nur Wüstensand, der verweht?”

  1. Es wäre wohl an der Zeit die Staatsanwaltschaft in München mal über dise Firma zu informieren, zumal das Unternehmen dem Anschein nach eine reale Adresse bzw. Büroanschrift in München unterhält. Neben der Frage was mit dem eingenommenen Geld passiert, wären womöglich steuerrechtliche Aspekte ebenfalls relevant. Hier müsste wohl durch die Behörden weiter im Detail nachgeforscht werden, um zu sehen, ob bei dieser Firma bisher alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Allerdings sollte man sich beeilen, denn wenn es wirklich ein Schneeballsytem sein sollte und dieses eines Tages auseinanderbricht, dann kann es sein dass die Firmengründer sich mit dem Geld absetzen bzw. untertauchen.

  2. Wie wäre es einmal die Polizei oder die Behörden über diese Firma zu informieren, bevor das System womöglich eines Tages zusammenbricht. Dann dürfte es zu spät sein.

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