PIM Gold gibt Entwarnung

Vor einer Woche fragte eine Goldsparkundin der PIM Handelsgesellschaft mbH in Heusenstamm in Hessen im Portal des Finanznachrichtendienstes GoMoPa.net: Wo ist mein Gold nur geblieben?

Nachdem die Kundin aus Wettenberg in fast zwei Jahren insgesamt 12.100 Euro eingezahlt hatte, sollte sie nach einer Kündigung ihres Goldabos am 9. August 2013 nur klägliche 103 Gramm Gold ausgeliefert bekommen. Was einem Gegenwert von lediglich 3.347,50 Euro entsprach.

Die Kundin unterschrieb die Goldorder über die 103 Gramm nicht, sondern schaltete die Münchener Rechtsanwaltskanzlei CLLB ein. GoMoPa.net wandte sich an den Geschäftsführer der PIM Handelsgesellschaft mbH, Mesut Pazarci (42). Der war aber nicht zu sprechen und rief auch nicht zurück.

Gestern gab die PIM Handelsgesellschaft mbH Entwarnung. Der Diplomfinanzwirt Oskar Berberich vom RISK-Management & Controlling der PIM teilte GoMoPa.net mit:

Zitat:

In diesem Falle gab es eine nicht korrekte Auslieferungsanweisung der Kundin. Nachdem die Kundin sich beschwert hat, wurde nachweislich unverzüglich die korrekte Auslieferung und Auszahlung unverzüglich vorgenommen.

Eine nachträgliche Bewertung des Vorgangs offenbarte, dass lediglich Kommunikationsmissverständnisse zwischen der Kundin und unserem Innendienst vorlagen, welche – wie sich das gehört – auf Nachfrage unverzüglich im Sinne des Kunden korrekt geklärt wurden.

In diesem Zusammenhang räumte der RISK-Manager gleich auch noch mit einem großen Missverständnis auf. Die neuinstallierte Überwachungsanlage in der Firmenzentrale gilt nicht den Goldbeständen der Kunden, wie vermutet. Das Gold lagere die PIM an einem anderen sicheren Ort. Manager Berberich:

Zitat:

Die Goldbestände von PIM und die treuhänderisch verwahrten Kundendepotbestände sind bei dem Sicherheitslogistiker ViaMat in Raunheim bei Frankfurt eingelagert, welcher uns täglich eine Inventur dieser Bestände übermittelt. In einer Tagesbilanz wird somit tagesaktuell der Gesamtbestand als auch der Bestand eines jeden Kunden nachgewiesen und durch unabhängigen Dritten (= ViaMAT: ein von der LBMA zertifiziertes Unternehmen) dokumentiert.

Die Strafanzeige gegen Mesut Pazarci wegen eines mutmaßlichen Schneeballsystems von einer anonymen „Gemeinschaft der betrogenen Anleger bei der PIM Handelsgesellschaft mbH“ Anfang Juli 2013 bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt und der Bonner Finanzmarktaufsicht BaFin bezeichnet der PIM-Manager als Shitstorm:

Zitat:

Nachdem wir von dieser Shit-Storm-Kampagne beschuldigt wurden, Kunden um 8 Millionen Euro betrogen zu haben, da angeblich Golddepotbestände veruntreut worden seien, haben wir die Richtigkeit der Goldbestände durch einen Wirtschaftsprüfer überprüfen lassen.

Im Wirtschaftsprüfertestat vom 24. Juli 2013 ist bescheinigt, dass die gesamten Goldbestände aller unserer Kunden in den Depots vollständig vorhanden sind. Siehe Link: die PIM-Inventur.

Sollten Sie unsere Sachvorträge weitergehend überprüfen wollen, laden wir Sie in unsere Geschäftsräume ein und bieten dabei auch die Gelegenheit unser Golddepots vor Ort zu überprüfen.

Die diesbezüglich anfallenden Reisekosten erstatten wir Ihnen selbstverständlich.

PIM Gold distanziert sich von Ludwig Götzinger

Vertreter geschädigter Anleger einer inzwischen insolventen GVP Vermögensberatungs GmbH Darmstadt (beziehungsweise deren „Tochterfirmen“ GVP Finance Suisse, GVP s.a.r.l. Luxemburg, GVP Ltd. Dublin) monierten im GoMoPa.net-Forum, dass der aus der Haft entlassene Ludwig Götzinger „wieder in Sachen Kapitalanlage, mit PREMIUM INVEST MANAGEMENT PIM für Goldsparen unterwegs“ sei. PIM ist die Abkürzung für Premium Invest Management.

Dazu stellte RISK-Manager Oskar Berberich klar:

Zitat:

Herr Ludwig Götzinger hatte zu keinem Zeitpunkt einen Vertriebspartnervertrag mit unserem Unternehmen. Herr Götzinger trat ohne unser Wissen im Jahre 2010 als Sub-Vertriebspartner der Firma BBAG aus Berlin auf, welche bei uns eine Vertriebspartneranbindung hatte. Als wir hiervon erfuhren, haben wir den Vertriebspartnervertrag mit der BBAG fristlos gekündigt.

Es ist schon niederträchtig, unser Unternehmen mit den Betrugshandlungen des Herrn Götzinger in Zusammenhang zu bringen.

Das Schweizer Konsumenten-Magazin saldo, das im Juni 2013 vorrechnete, dass ein Schweizer Goldversand-Abo bei der PIM doppelt so teuer sei als bei der Zürcher Kantonalbank oder der UBS, nämlich 5.000 Franken für 50 Gramm Gold bei PIM und 2.443 Franken für dieselbe Menge bei der Schweizer Kantonalbank bzw. 2.457 Franken bei der UBS, sei schlecht informiert.

Oskar Berberich schrieb an GoMoPa.net:

Zitat:

Die hier vorgetragenen Konditionen standen so keinem Zeitpunkt in unseren Verträgen und AGBs und sind deshalb nachweislich falsch und frei erfunden. Sie haben somit nachweislich zumindest vorsätzlich falsche Beschuldigungen veröffentlicht.

Letzte Frage: Stimmt es, dass Mesut Pazarci schon Insolvenz mit einer Firma namens Paragon GmbH hingelegt hat?

Oskar Berberich:

Zitat:

Herr Mesut Pazarci war nachweislich weder Inhaber noch Geschäftsführer noch in einer anderen Funktion für eine Firma Paragon GmbH tätig.

GoMoPa.net: Herr Berberich, wir danken für die Informationen.

Die betroffene Goldkundin hat GoMoPa.net auf die Bitte um eine Bestätigung einer nun korrekten Goldsparplan-Abrechnung nicht geantwortet. Nun denn…

>>> http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=1248&meldung=PIM-Gold-gibt-Entwarnung

~ von cafe4eck - September 27, 2013.

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