Jetzt ist es amtlich: Oral-Marketing ist out, VIRAL-Marketing gehört die Zukunft!

Die viralen Geister zirkulieren ja schon eine ganze Weile im Netz – und es ist unübersehbar, daß sie klammheimlich die Macht an sich gerissen haben. Wer immer noch mittels Oral-Marketing versucht, seine Einkommen zu maximieren, wird nur noch müde belächelt. Wer zu spät kommt…

Ein eindrucksvolles und kraftvolles Beispiel lief mir erst gestern über den holprigen und unberechenbaren Online-Weg: http://rudinbeat.myspecialwebsite.com/ von

Beat Rudin, Chancengeber (ganz ohne Diplom oder sonstige Auszeichnungen) schreibt:
Deine Chance
Generiere jetzt mit diesem Viral-Tutorial Deine eigene
Gold-Line-Armee in Rekordgeschwindigkeit.

Was ist GOLDLINE?

>> Schau Dir das Video an! << 

Natürlich benutze ich darüber hinaus eine ganz besondere
Strategie, um meine eigene Goldliner-Armee „kinderleicht“
generieren zu können.

Ich nutze dafür ganz einfach dieses Viral-Tutorial mit meinen eigenen Links:

Trage Deine Daten ins Feld rechts ein und Du erhälst sofort Zugang zum GRATIS Download des Viral-Tutorials

Hiermit wünsche ich Dir Deinen viralen Vorsprung und eine 
Chance, die man so schnell und einfach nicht mehr bekommt.

PS: Virale Einladungs-Geheimnisse jetzt unbedingt 
als Deine geheime Strategie für GOLDLINE nutzen!

Wer sich bislang mit der Oral-Strategie durch’s Internet-Leben gekämpft hat, ist auf Anhieb natürlich arm d’ran! Hilfreich ist da der Besuch von einschlägigen Webinaren oder auch die Anschaffung einer rosaroten-Viral-Brille, die – dank großzügiger Subventionierung durch interessierte Unternehmen – heute auch schon für Hartz-IV-Empfänger finanzierbar ist, ohne Hunger und Durst erleiden zu müssen. Trotz allem – die Einstiegsmodelle sind bestenfalls ein schlechter Kompromiß. Allein die TITAN-Version mit eingebauten Scheuklappen verhindert erfolgreich, daß eigene Gedanken das profunde Viral-Wissen nachhaltig stören oder beeinflussen.

Sinnvoll ist ein einfacher Test Ihres viralen Ist-Zustandes. Dazu eignet sich sehr gut nachstehendes Video: http://www.youtube.com/watch?v=6jdxkUkFMVI (6 Minuten, die sich lohnen!)

Dort lernt man sehr anschaulich, wie man kontinuierlich erst zum Millionär, später dann aber auch zum Multi-Millionär avanciert, wenn man nur das befolgt, was dort verkündet wird. Körperlicher Einsatz ist ebensowenig erforderlich wie der Einsatz des eigenen Denkapparates, denn das haben die Leute von GOLDLINE schon längst erledigt. Geradezu vorbildlich!

Man merkt auch sonst, daß die nicht kleckern, sondern klotzen:

Generiere jetzt mit diesem Viral-Tutorial Deine eigene Gold-Line-Armee in Rekordgeschwindigkeit.

Wann kam eigentlich die letzte Firma auf den Markt, die eine eigene Armee für den Vorstoß und die Absicherung in feindlichem Gelände vorweisen konnte? Über die Bewaffnung der einzelnen GoldLine-Teilnehmer erfährt man Details allerdings erst nach rechtsgültigem Beitritt und der Entrichtung des Eintrittsobulus.

Und wem gehört die Millionärsmacher-Site? Einem Schwerbrecher, den wir schon seit Jahren kennen!

Domain name: myspecialwebsite.com

Registrant Contact:
   Concorde Group
   Ben Glinsky ()
   
   Fax: 
   n/a
   n/a
   Dallas, TX 75022
   US

Administrative Contact:
   Concorde Group
   Ben Glinsky ()
   +1.9724209210
   Fax: +1.9724209210
   n/a
   n/a
   Dallas, TX 75022
   US

Eigentlich war die GOLDLINE-Abzocke doch mal fest in russischer Hand; offenbar gibt es aber für die Ober-Abzocker auch keine viralen Landesgrenzen und Kontinente mehr! Und wenn ich lese:

„Concorde Group“ owns about87 other domains

daß der Ben Glinsky noch mit 87 weiteren Abzocker-Domains unterwegs ist, kann man sich ja sicher vorstellen, daß sein Abzocker-Elan noch immer nicht erloschen ist. (Einfach mal scam+ben+glinsky bei Google eingeben, da öffnet sich eine richtig schöne Wundertüte.)

Wie aber paßt nun unser heutiger VIRAL-Kandidat BEAT RUDIN in dieses schmutzige Gemenge? Ich befürchtete schon, stundenlang nach seinem Vorleben und seiner Vorstrafenliste recherchieren zu müssen, aber da kam wie ein Wink vom Himmel dieser Link angeflogen: http://www.rudinbeat.ch/ Dort findet man nicht nur die viralen Aktivitäten des BEAT RUDIN, sondern auch seinen viralen „Lebenslauf“, der so manche Höhen und Tiefen erahnen läßt.

Als Berufsbezeichnung gibt BEAT RUDIN, wie jeder zweite Deutsche auch, Internet Marketer an. Das ist eine wohlgefällige Berufswahl, zu der man nur beglückwünschen kann, muß sie doch durch keinerlei Zeugnisse, Prüfungen, Diplome und dergleichen be- und nachgewiesen werden. Schon in der seeligen DDR war man als „IM“ unantastbar – und das ist heute unter kapitalistischen Vorzeichen nicht anders als damals. Nur – heute versteht man unter „IM“ halt etwas anderes als damals beim Mielke, möge er weiter in der Hölle schmoren in seinem eigenen Saft.

Widmen wir nun unsere uneingeschränkte Aufmerksamkeit dem bisherigen Leben des r, der uns lehrt, daß viele Wege nach Rom führen – viral ebenso wie konventionell:

About The Author: 

Mein Name ist Beat Rudin als Sohn eines Schlossers und einer Verkäuferin am 31. Oktober 1958 im Sternzeichen des Skorpions in Biel / Schweiz geboren habe ich schon früh eine Affinität zur Mechanik entwickelt. Nach der Beendigung meiner obligatorischen Schulzeit habe ich mich entschlossen den Beruf des Maschinen Mechanikers zu erlernen. Was ich auch mit Bravur beendet habe. Ich merkte aber sehr bald, dass die tote Materie nicht meine wirkliche Welt war. So hat meine Zeit im Aussendienst begonnen. Zuerst im Inseratenerkauf und dann wieder zurück in der Maschinenndustrie. Mit 30 Jahren habe ich mich das Erste mal selbständig gemacht mit einer MechanischeWekstätte, welche ich nach ein paar Jahren zugunsten eines Spezialgeschäftes im Bereich Tiernahung und Zubehör aufgegeben habe. Nach 10 Jahren Selbständigkeit liess ich mich wieder anstellen. Ich habe in Biel die Fressnapf Filiale aufgebaut, meine Weiterbildungen im Einzelhandel gemacht und bin schliesslich in der Vertriebsleitung von Fressnapf Schweiz zuständig gewesen für mehrere Filialen. Dank oder besser gesagt wegen meiner Fähigkeit vernetzt zu denken, übernahm ich den Rollup der Einführung der neuen Kassen Systeme und war ab dem Zeitpunkt für den Firstlevel Support der Filial EDV zuständig. Da ich aber nich mein Leben mit Computer reparieren verbringen wollte und es kein Weg zurück in den Vertrieb gab musste ich mich nach neuen Ufern umsehen und so begann meine Odyssee. Nach Fressnapf kam Bofrost nach Bofrost kam Matrazen Concord. In der Zeit musste ich aber feststellen, dass ich den sichersten Arbeitsplatz habe, wenn ich am Morgen aufstehen und im Spiegel meinem Chef guten morgen sagen kann. Also war ich auf der Suche nach einer neuen Selbständigkeit und bin auf Network Marketing gestossen. Die Möglichkeit mit minimaler Investition ein Maximum herauszuholen hat mich fasziniert. Ich habe natürlich den Hackengesucht und ihn auch gefunden. Wenn ich vor einem Spiegel stehe, dann sehe ich den Hacken. Dadurch, dass ich meiene Zeit frei einteilen kann und arbeiten kann wo ich will kann ich natürlich meinem Hobby dem Gleitschirnfligen auch öfter nachkommen.

Also – wenn ich das so sehe, was ich hier nur ganz flüchtig markiert habe, kann ich nur eines hoffen: Liefert in Zukunft bitte alle VIRAL-Marketing-Software mit einer deutschen  Rechtschreibprüfung aus! Es ist außerdem volkswirtschaftlich unzumutbar, das ganze deutsche Volk vergebens nach einem „HACKEN“ suchen zu lassen, der nie von irgendjemandem je verloren worden ist! VIRAL MARKETING sollte serienmäßig mit einer Suchfunktion ausgestattet sein, die auch „HACKEN“ sucht – und sofern vorhanden – natürlich auch findet. Insgesamt sollten die „Hacken“ jedoch nicht überbewertet werden, sie werden im deutschen Sprachraum vergleichsweise selten benutzt und schon gar nicht überbewertet. Das scheint in der Schweiz, aufgrund der gebirgigen Struktur, anders zu sein.

Rudin schreibt, daß er die Schulzeit beendet habe. Das sagt wenig aus, wenn man keine Zeugnisse einsehen kann, denn auch mit mehreren „mangelhaft“, z. B. in Deutsch, wird man irgendwann entlassen, weil neue Pennäler die Pulte und Sitze benötigen. Und ein Abgangszeugnis fängt zwar auch mit „A“ an, ist aber noch lange nicht gleichbedeutend wie ein Abschlußzeugnis.

Da trifft es sich doch gut, wenn man sich selbst zum „Internet Marketer“ befördern kann – einem nicht anerkannten Berufsbild, das sich jeder aneignen kann, der zumindest in der Lage ist, seinen eigenen Namen fehlerfrei zu Papier zu bringen. Irgendwann erfolgt dann wahrscheinlich auch die eigenhändige „Beförderung“ zum VIRAL-INTERNET-MARKETER – und der obligatorische CONSULTANT und der COACH runden dann das billige und wacklige Gefüge endgültig ab.

Vorteil gegenüber den herkömmlich schaffenden Menschen: Es bedarf keiner Ausbildung, keiner Lehre, keiner Kurse, keiner Prüfungen und keiner  Zeugnisse und keiner Zertifikate: Es reicht, wenn man behauptet, man sei so einer! (Man könnte auch sagen: Manche kommen schon als Internet Marketer auf die Welt und versuchen anfangs erst gar nicht, das Krabbeln zu erlernen, sondern das Einsammeln von Gleichgesinnten, denen das Taschengeld eh nie reichen wird.) Und das wird dann – möglichst fehlerfrei – auf einer eigenen Website dokumentiert. (Das, was ich da mal ganz fix in gelb markiert habe, läßt aber in Bezug auf „möglichst fehlerfrei“ doch sehr zu wünschen übrig. Dabei habe ich die Satzzeichen noch gar nicht mit einbezogen.)

Doch zurück zum viralen Teil des Lebens! Per Mail mahnt der, „der den Hacken gefunden hat“, schriftlich an:

Hier noch einmal der Link zum downloaden des Viral Tutorials:

http://www.viraltraffictools.info/vtg/pdf/vtc_glbooster1_7ippteh4ke.pdf

Bis dann

Beat Rudin

mail: rudinbeat@sunrise.ch
Tel: 0041 78 906 50 10
skype: rudinbeat

Get your VERY OWN automated marketing system for pennies a day. 
Take a FREE tour with your BEST email through 
http://www.rudinbeat.StiforpMovie.com

———————————————————
You are receiving this message because you have either
signed up to receive information from us or a third-party.
To be cleared from our records, follow the link below
or contact us at:

rudinbeat@sunrise.ch

5753 G Santa Ana Canyon Road 
Suite 512 
Anaheim Hills Ca
92807 3

Jetzt wird’s aber langsam obszön! Viral Tutorial ist das überhaupt noch jugendfrei? Was sagt denn Wikipedia dazu?

Mit dem englischen Lehnwort Tutorial [tuːˈtɔːɹiəl] (lat. tueri „beschützen, bewahren, pflegen“) bezeichnet man im Computerjargon eine schriftliche oder filmische Gebrauchsanleitung oder auch einen Schnellkurs für Computerprogramme, in denen die Bedienung und die Funktionen anhand von (teils bebilderten) Beispielen Schritt für Schritt erklärt werden.

Also eine virale Gebrauchsanleitung, in Schrift- oder Bildform, wie man sich selbst (und ggf. ein paar Dritte auch noch) so richtig reich macht? Das nenne ich doch eine geschickte Umschreibung, da muß erst mal jemand drauf kommen! Und ein Hilfsmittel dazu ist dann offensichtlich http://www.rudinbeat.StiforpMovie.com? War das nicht so was Anrüchiges, so ein igittigitt-Network oder MLM?

Leider kann ich den Viral-Enthusiasten Beat Rudin nicht fragen, denn er hat in seiner Mail zwar eine neue Anschrift erwähnt, aber keine Telefonnummer. Nu müsse mer halt warten, bis er in die Schweiz zurückkehrt und der Damenwelt dort den Viralen Orgasmus erklärt.

Wer aber schon jetzt dem viralen Virus hoffnungslos ergeben ist und sich nicht mehr dagegen wehren kann – der wende sich vertrauensvoll an http://www.hypnotic-coach.ch/kontakt/, wo der gleiche Herr Beat Rudin Sie von ihrer Viral-Sucht wieder heilen wird. Auch hier bestätigt sich erneut: Süchtig wird man schnell – und oft für wenig Geld. Aber zurück in die suchtfreie Zone – das kostet dann schon was:

Preise / Termine

Kosten

Die Kosten für ein Hypnose-Coaching bei Beat Rudin betragen 160.- pro Sitzung.
In der Regel finden Sitzungen à 1 Stunde statt.
Das Honorar ist direkt im Anschluss an die Sitzung in Bar fällig.

Als er das mit der „Bar“ geschrieben hat, war er übrigens leicht unkonzentriert! Richtig müßte es nämlich heißen:

 Das Honorar ist direkt im Anschluss an die Sitzung an der Bar fällig.

Dann stimmt’s auch wieder mit der Groß- und Kleinschreibung. Sollte für ihn doch eigentlich kein Problem sein,  hat’s doch auch in der Schweiz große und kleine Berge. Das sieht man doch schon aus dem Kinderwagen heraus – und EMIL beweist doch, daß auch aus der Schweiz manchmal etwas Gutes kommen kann… 

Was fällt am Ende auf – und läßt dir Stirnfalten gewaltig anwachsen? Der Hypnose-Coach Beat Rudin erwähnt auf http://www.hypnotic-coach.ch/kontakt mit keiner Silbe, ob er in seinen Sitzungen die virale oder die orale Variante vorzieht! Hoffentlich hängt er über der Couch ein virales Tutorial aus, in dem die Teilnehmer auf alle möglichen Eventualitäten hingewiesen werden…

Da ist er kein Internet-Marketer, sondern auf einmal
Trainer und Coach
Freiberufler Orpund, Schweiz
Führungskraft

wie ich es weiter oben schon orakelt hatte. Wo ist der Internet Marketer denn nun abgeblieben? Oder diese Website, die er auf XING anführt: http://www.arbeite-zuhuse.ch Daß jemand zu blöd ist, seine eigene Website richtig zu schreiben, ist an sich schon schlimm genug. Aber selbst wenn man das ändert auf http://www.arbeite-zuhause.ch kommt nix außer heißer Luft – also mal wieder ein toter Link, der Internet-User in Verzücken versetzt.

Ich habe fertig – nein, nicht ganz. Irgendwo hat dieser schweizerische Alpen-Ableger eine Liste von -zig Viral-Mailern abgelegt. Aus seiner Sicht wohl eine Empfehlung. Naja, manche zahlen ja 5 oder 10 Cent am Ende des Monats. Und wenn 10 von denen je 10 Cent zahlen, gerät man mit einem ganzen Euro schon ganz in die Nähe des Spitzensteuersatzes…

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~ von cafe4eck - Juli 30, 2013.

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